Mittwoch, 22. Februar 2012

„Hamburg meine Perle“ - Bekenntnis zur Heimat

Das war schon längst überfällig, eine Ode an die wunderbare Stadt im Norden, Hamburg! Mir wurde es in den letzten Jahren immer mehr bewusst, vor allem, wenn ich mich in anderen Städten aufhielt wurde es mir immer klarer: In Hamburg bin ich zu Hause, Hamburg ist meine Heimat, hier ist mein Hafen, mein Ruhepol, mein Leben!

Ich glaube so denkt jeder von seiner Heimatstadt; oder die meisten. Was mich ein wenig nervt ist das ewige Werben für die „schönste Stadt der Welt“. Natürlich ist Hamburg schön, natürlich liebe ich Hamburg, natürlich! Aber das ist rein subjektiv, ich wäre niemals so arrogant zu behaupten, dass Hamburg die Stadt wäre. Hamburg ist meine Stadt und die Stadt eines jeden, der sie lieb gewonnen hat. Doch was ist, was ich hier habe und was mir in Städten wie London, Prag, Paris, Berlin oder New York so fehlt? Es ist das Gefühl zu Hause zu sein. Ich liebe es an einem lauen Sommermorgen am Hafen entlang zu schlendern und wehmütig in die Ferne zu blicken. Wenn ich mir meinen ersten Kaffee am Morgen Kaufe, werde ich mit einem forschen „Moin“ begrüßt und entgegne mit „Moin, Moin“ und beim verlassen des Zeitungsladens verabschiede ich mit einem „Tschüss“. Ja, die Hamburger leben irgendwie in ihrer eigenen Welt. Das Gemüt der Menschen hier ist mindestens genauso kühl, wie das Wetter. Humor ist hier viel subtiler. Das liebe ich. Das erinnert mich an Heimat.

Ich denke jeden Hamburger verbindet ein leben lang etwas mit seiner Stadt, Helmut Schmidt lehnte den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ab, er fühlte sich immer noch als Hanseat. Aus Sicht der Hamburger hat er dabei eine wunderbare Figur gemacht, man konnte Stolz auf ihn sein. Außerhalb hat man ihn vielleicht missverstanden, ihm sogar Arroganz vorgeworfen. Doch dieses ganz typische hanseatische Denken wurzelt in der Überzeugung, dass sich kein Hamburger über den anderen stellen sollte, jeder ist hier gleich, niemand soll hochdekoriert durch die Stadt flanieren. Das schickt sich nicht für einen Hamburger, das macht man hier nicht. Dies ist das Band, dass uns hier alle irgendwie auf die eine oder andere Art verbindet, natürlich ist auch ein hauch Stolz dabei, ein kühler hauch von Stolz.

Doch vor allem ist es irgendwie die Sprache, die uns nach außen hin erkenntlich macht als Hamburger. Mir wurde schon oft in Berlin oder anderswo attestiert, ich spräche ganz klar wir ein Hamburger. Und wie spricht an Hamburger? Na eben ganz klar, deutlich und ohne regionalen Akzent. Achso. Nun, ich denke unsere regionalen Eigenheiten sind durchaus in vorhanden, bloß halt auch ein wenig versteckter. Wenn ich irgendwo, fernab von Hamburg davon reden würde den Boden zu feudeln, oder nach dem Weg in die Bücherhalle fragen würde, würde man mich verwundert anschauen.

Nun irgendwie kann ich nicht ohne. Ich bin manchmal so dankbar am hamburger Hafen stehen zu können und mir eine ordentliche steife Briese um die Ohren wehen zu lassen. Dann komme ich zur Ruhe.

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